Die arme Bundeswehr: Oft fällt es ihr genauso wie den deutschen PolitikerInnen schwer, offen zu sagen, wofür sie eintreten - mit allen Mitteln. In solchen Fällen treten gelegentlich AktivistInnen (nach Schreibweise der Bundeswehr eigentlich Aktivisten m/w) auf den Plan und helfen ihren KameradInnen. Sie gehen offensiv an die Bevölkerung heran und klären diese darüber auf, dass die Bundeswehr endlich auch im Inland und dem Iran eingesetzt werden muss um linke Chaoten zu bekämpfen und einen niedrigen Ölpreis zu garantieren.

So, dieser Absatz sollte reichen um zu zeigen, worum es geht: Satire! Hierbei wird eine “Technik” der sogenannten Kommunikationsguerilla angewandt, die ワberidentifikation. Das bedeutet, auszusprechen und zu fordern, was die logischen, aber sonst niemals offen ausgesprochenen, Ziele oder Konsequenzen des Handelns einer Organisation sind.
In Zeiten, in denen sich die Bundeswehr an Präventiv- und Angriffskriegen beteiligt und Kriege sogar laut offiziellen Strategiepapieren der NATO-Militärs auch der Sicherung von Rohstoffen dienen sollen, ist eine gelungene Satire nicht sonderlich schwer. Auch Inlandseinsätze der Armee bieten hier einige “Angriffspunkte”.
Bei einer guten Aktion sollte sich spätestens nach dem Lesen eines Flyer der „Aha“-Effekt einstellen und es muss zu erkennen sein, dass er nicht vom Bund, sondern von AntimilitaristInnen stammt! Um die Satire zu verdeutlichen, hilft es oft, sich “seriös” zu kleiden. Also statt altenativem Alltagsoutfit oder Black-Block-Montur einen Anzug oder zumindest ein Jackett zu tragen. Das ist zwar nicht jedermanns und jederfraus Lieblingskleidung, allerdings wird man leider oft erst so wirklich ernst genommen und beachtet, zumal man ja in diesem Fall in die Rolle eines radikalen Bundeswehrfans schlüpft.
Anregungen für Slogans, Texte, Reden und Lieder, gibt’s unter anderem hier:

http://de.indymedia.org/2004/06/85569.shtml
http://de.indymedia.org/2008/09/226827.shtml

Ein Beispiel für einen Flyer: