Go-Ins und Sit-Ins gehörten zum festen Repertoire der “68er”. Für die Friedensbewegung und vor allem für antimilitaristische AktivistInnen sollten aber Die-Ins viel interessanter sein.

Bei einem Die-In betritt eine Gruppe von AktivistInnen erst ein ausgesuchtes Gelände oder Gebäude, um sich dann auf “Kommando” auf den Boden zu schmeißen und sich tot zu stellen. Die-Ins sollen zeigen, dass etwas das Leben von Menschen bedroht und deren Rechte mit Füßen tritt, in unserem Fall zum Beispiel die Bundeswehr. Besonders wirksam ist die Aktion, wenn die PassantInnen die Teilnehmenden vorher noch gar nicht als AktivistInnen wahrgenommen haben.

Gute Plätze für Die-Ins können zum Beispiel Karrieretreffs oder Jobmessen sein. Dort besteht die Chance, in einer kurzen Zeit von möglichst vielen (verblüfften) BesucherInnen gesehen zu werden. Begleitet werden kann das ganze durch Flyer, auf denen Informationen zum Sinn und Hintergrund der Aktion stehen. Die „Gestorbenen“ können auch Schilder tragen, auf denen über die tödlichen Folgen der Bundeswehr informiert wird, entweder mit beispielhaften Einzelschicksalen oder mit Zahlen. Ob die Aktion auch mit einem Transparent begleitet werden kann, hängt oft von der Situation ab. Auf Jobmessen in Gebäuden oder abgesperrten Flächen ist es unter Umständen schwerer ein Transparent mit hineinzubringen. Allerdings kann es auch hier oft unauffällig unter der Jacke oder in einer Tasche getragen werden.

Findet die Aktion im Freien statt, besteht die Möglichkeit die Wirkung zu vergrößern, indem ihr die Umrisse der Gestorbenen – wie im Krimi – mit Kreide auf die Straße malt. Dazu sollten dann noch die Hintergründe erklärt werden, entweder auch mit Straßenkreide oder in Form von auf dem Boden liegender Schilder.