Immer wieder ergeben sich Protestmöglichkeiten, die situationsabhängig sind und die es zu nutzen gilt.

So spielte die Bundeswehr-Bigband im vergangenen Jahr ein Konzert im münsterländischen Rheine. Dabei standen sie nicht auf einer gewöhnlichen Bühne, sondern auf einer schwimmenden, die auf der durch Rheine fließenden Ems lag. Auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses befindet sich eine Tribüne, die an dem besagten Abend leider viel zu voll war.

Mit einem Transparent mit der Aufschrift “Spiel mir das Lied vom Tod - Bundeswehr wegrocken” und in erstklassigen Piraten-Kostümen schnappten sich zwei Aktivisten ein Schlauchboot und ließen sich vor die Bigband treiben.

Aktionen wie diese sind ziemlich speziell und können nicht überall stattfinden. Allerdings soll diese Aktion als Anregung dienen, kreativ zu sein und sich Möglichkeiten zu suchen, Protest auf ungewöhnliche Art und Weise zum Ausdruck zu bringen.

Könnt ihr klettern? Bäume und dergleichen gibt es an vielen Orten. Hängt ein Transparent dort erstmal drin, ist es wohl länger zu sehen.Wenn ihr es professioneller aufziehen wollt, könnt ihr auch eine richtige Kletterausbildung machen und professionelle Ausrüstung benutzen. An beides kann man unter Umständen kommen, indem man ein paar politische Gruppen oder Verbände anfragt.

Eine Jobmesse findet in einer Halle statt? Es gibt sehr leichten Stoff und Heliumballons sind auch nicht so teuer. Wenn ihr die Ballons jetzt noch in die Halle bekommt, könntet ihr euch bei so viel Kriegspropaganda unter Umständen so stark erschrecken, dass euch die Ballons samt Transparent aus den Händen gleiten (so ein Pech aber auch!). Ihr werdet vielleicht rausgeworfen, das Transparent bleibt aber erstmal hängen!